Donnerstag, 10. Januar 2013

Furcht und Liebe

"Furcht gibt es in der Liebe nicht, sondern die vollkommene Liebe vertreibt die Furcht. Denn die Furcht rechnet mit Strafe, und wer sich fürchtet, dessen Liebe ist nicht vollendet." (1 Joh 4,18)

So der Schlußsatz der gestrigen Lesung aus dem ersten Johannesbrief. Mache ich es mir da jetzt zu einfach, wenn ich das als Antwort auf "Frohbotschaft statt Drohbotschaft" interpretiere? Klar, es ist natürlich auch schon ordentlicher Tobak zu sagen, wenn ich mich fürchte, liebe ich nicht genug - von Vollkommenheit will mich gar nicht erst sprechen. Aber als Denkanstoß finde ich das nicht mal schlecht und so ganz alleine scheine ich mit dem Gedanken auch nicht zu sein, der Hl. Benedikt hat in seiner Regel etwas sehr ähnliches niedergelegt:

Sollte es jedoch aus wohlüberlegtem Grund etwas strenger zugehen, um Fehler zu bessern und die Liebe zu bewahren, dann lass dich nicht sofort von Angst verwirren und fliehe nicht vom Weg des Heils; er kann am Anfang nicht anders sein als eng. (Benediktsregel, Prolog 47-48)

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